Winterferien, Kinder, Billund, Nordsee

Letzte Woche waren hier Winterferien. Das war daran zu merken, dass nicht alle Kollegen da waren, das im Ort mehr Menschen unterwegs waren, denn das LEGO Haus und auch Lalandia, ein großes Badeland/Freizeitpark hier im Ort, sind Ziele für die Ferien, gerade wenn das LEGOLAND noch geschlossen ist.

Doch es war auch daran zu merken, dass überall im Büro Kinderstimmen zu hören waren, und manchmal auch einer der Zwerge auf Tour ging. Warum nicht einfach die Kinder unter 12 Jahren mit ins Büro nehmen, in den Ferien? Ich finde das passt irgendwie total zu LEGO.

Ich habe letzte Woche viel und lange gearbeitet, ein gutes Stück vorangekommen bin ich auch, aber habe auch gemerkt, wie anspruchsvoll und ausgeklügelt das Ganze ist. Immer wieder: Der LEGO Stein von vor 50 Jahren muß mit dem Element von heute zusammen passen und halten. Das ist ein Teil meiner Arbeit und da wird verdammt drauf geachtet… und das zu durchschauen und verstehen hat’s halt in sich…

Am Freitag nachmittag war ich zwischendurch mal kurz im Ort unterwegs, und habe bei dem frühlingshaften Wetter gedacht, dass ich auf dem nach Hause Weg noch kurz einkaufen will und auf dem Weg dorthin lag das LEGO Haus, im strahlenden Sonnenschein, vor knallblauem Himmel, also rein, Fahrstuhl nach oben und den Ausblick genießen. Das hat sich richtig gut angefühlt 🙂 Das ist ein Arbeitsweg zum genießen!

So siehts draußen vor meinen Arbeitsplatz aus. Die gelben Fahrräder sind Dienstfahrräder zum Leihen, Helm gibts an der Rezeption.
Blick vom LEGO Haus: Beim linken Pfeil wohnen wir. In der Mitte mein derzeitiger Arbeitsplatz. Rechts der neue Campus.
Blick ins LEGO Haus auf den Baum
Die gelbe Treppe

Freitag Abend habe ich dann auch mal selber zu Hause ein LEGO Set zusammengebaut. So neben dem Fernsehen hat’s auch was entspannendes. Und ich mußte nicht so aufpassen wie beim IKEA Kommode zusammenbauen heute nachmittag.

Gestern habe ich einen Ausflug an die Nordsee gemacht. In dem Vogelschutzgebiet Tipperne (wenig Vögel zu sehen) und bei Aargabs Hus am Tingodden vorbeigeschaut, der Pastorenhof steht auch noch, und danach an der Mole in Hvide Sande am Strand entlang spaziert. Die Mole sah in Kindertagen aber anders aus, mit der Lorenbahn drauf. Orte aus vielen Urlauben in der Kindheit. Jetzt um diese Jahreszeit nicht so überlaufen wie im Sommer.

Tiperrne – Vogelschutzgebiet

Heute Mittag habe ich meine Freikarte für den LEGO Movie im Lido Kino in Billund eingelöst. Um 12 Uhr war Vorstellung in Englisch, Kino war voll. Film war schön, zum Schmunzeln und mittlerweile sehe ich den natürlich mit anderen Augen 😉

Was habe ich nicht geschafft? Deutsche Steuererklärung machen, dänische Versicherungen raussuchen, Papierkram durchforsten, einen Teil der Betriebsrente von Sennheiser wollen sie mir auszahlen und setzen mal eben so vier Tage Frist, weil es ja so wenig sei, stand aber nirgends im Vertrag… na und alles sowas. Und den Zugang zu meinem NEM Konto habe ich immer noch nicht. Also weiterhin keine e-Banking, Behördenkram, … Dafür haben wir aber nun die heisse Phase für den Umzug im April eingeläutet, nächste Woche kommt jemand vom Umzugsunternehmen vorbei.
Und Christine ist ab in fünf Wochen auch ganz hier… was auch verdammt gut ist. Denn tele- und videofonieren ist nett, alle 2 Wochenenden sehen auch, aber es gibt doch noch soviel hier gemeinsam zu erleben, das es langsam mal Zeit wird…

Alltägliches

Im Moment steht viel Arbeit und ein wenig Organisation auf der Tagesordnung.

Im Büro versuche ich mit dem CAD System, den verschiedenen Standards und Hilfen, sowie Brickmate und Kollegen das erste Element auf den Weg zu bringen. Was es ist darf ich natürlich nicht verraten.

Ich kämpfe sowohl damit NX zu beherrschen, als auch zu lernen welche Maße wofür gelten, das Modell robust und anpassbar zu halten, die Projekt- und Prozessschritte zu überschauen, Kostenbetrachtung, Produktsicherheit, usw.

Prinzipiell: Viel detailliertere Kunststoffteilkonstruktion und näher am Werkzeug als ich es bisher kennengelernt und ausgeübt habe. Das finde ich gut. Da macht Lernen Spaß.

Und wir probieren in der Abteilung diesmal mit mir und einem weiteren Kollegen aus, eher als sonst üblich bei neuen Mitarbeitern in die Projektarbeit einzusteigen…

Aber eins ist klar: Es macht trotz Herausforderungen weiterhin viel Spaß.

Zwischendurch natürlich die ein oder andere Schulung. Und letzte Woche gab es schon wieder drei Sets zum Bauen, wir sollen selber natürlich auch ein Gefühl für die Teile und den Zusammenbau bekommen.

Nebenher warte ich immer noch auf meine NEM ID, die Eintrittskarte in mein Dasein als elektronischer Bürger. So komme ich gerade weder an meine Gehaltsabrechnung noch ans obligatorische elektronische Banking. Aber die halben Zugangsvoraussetzungen haben ich schon zugeschickt bekommen.

Weiterhin bereiten wir den großen Umzug, mit dem Rest aus Langenhagen, vor. Soll vor Ostern geschehen. Unbezahlten Urlaub habe ich schon mal eingetragen, in Dänemark gibt’s in den ersten Monaten keine Bezahlung während des Urlaubs. Noch, denn das Gesetz ändert sich ab September… Aber LEGO hat für mich mit dem ersten Gehalt vorgesorgt…

Am Wochenende war ich in Langenhagen. Ein entspanntes Wochenende, die bestellten IKEA Möbel, die wir beim Umzug mitnehmen sind Samstag morgen gekommen, Hunderunde im Wald, Sauna, Mietvertrag mit Claudia und Gunnar beredet, …

Die Heimfahrt nach Billund endete dann beim ersten Versuch in Berkhof. Das Reifendruckwarnsystem hat mich von der Autobahn geschickt. Reifen mit Dichtmittel gefüllt, aufgepumpt, aber 450 km wollte ich da nicht mit fahren… also zurück nach Langenhagen, umladen und mit Christines kleinem Flitzer nach Billund. Der Reifen wird getauscht und Christine bringt das Auto übernächste Woche mit, wenn sie hier wieder vorbeischaut.

Plattfuß

Und heute war dann in Langenhagen die Heizung aus und kaputt. Aber unser schneller, guter Fachmann war bald da und Christine muss nicht mehr frieren…

Esbjerg und Billund

Dieses Wochenende habe ich mal wieder alleine in Billund verbracht

Grauer Samstagmorgen in Billund auf dem Weg vom Bäcker nach Hause. Alles LEGO…

Langeweile ist aber keinesfalls aufgekommen.
Am Samstag war ich in Esbjerg. Habe mir ein wenig den Hafen angeschaut. War früher mal ein Fischereihafen und ist jetzt ein Versorgungshafen für die zahlreichen Windkraftparks und die Öl- und Gasfördereinrichtungen draußen in der Nordsee.

Im Fiskeri- och Søfartsmuseet in Esbjerg gibt es zur Geschichte der Fischerei in Esbjerg eine wie ich finde gelungene Sonderausstellung, Offshore vor Esbjerg, ein Aquarium und ein Freiluftmuseum zur Geschichte der Fischerei mit Werft und Werkstätten, uvm.

Gleich dahinter auf dem Deich direkt am Strand, die Monumentalskulptur „Der Mensch am Meer“ mit den vier sehr großen weißen Menschenskulpturen die aufs Meer schauen.

Eine kleine Runde auf dem Deich und am Strand bin ich auch noch gegangen. Beeindruckend die schicken Häuser am Meer, die da gebaut wurden. Ein bisschen neidisch bin ich da schon geworden. Auch an einem so grauen, kalten Februartag wie gestern.

Heute habe ich dann, bei strahlendem Sonnenschein, ganz viel Zeit in der Wohnung mit Papierkram und Schreiberei verbracht. Aber heute Nachmittag hat mich die Sonne rausgezogen und ich habe noch eine Runde mit Riese und Müller um den Flughafen gedreht. Es ging aus Billund heraus über den Kulturstie, an Lalandia und dem Frachtbereich des Flughafens durch Felder und auf der Nordseite über kleine Landstraßen und Wege durch Wald, knorrige Hecken, kleine Hügel wieder zurück. Ja, das ist meine Gegend hier!

Am Kulturstie mit dem neuen LEGOLAND Hotel im Hintergrund

Am Montagmorgen ruft die Arbeit. Das erste Bauteil ist jetzt in meiner Verantwortung. Klares zeitliches Ziel ist gegeben. Los gehts. Ein bisschen Schiß gehört dazu. Aber auf die Hilfe der Kollegen kann ich glaube ich zählen.

Und zwischendurch auch noch ein paar Schulungen.

Und ein andermal erzähle ich Euch dann über das dänische Urlaubsgesetz, eine witzige Frage von meinem Chef und was sich daran demnächst ändert.

Und denkt dran: Am 7.2. ist Premiere des zweiten LEGO Film!

„Fahrscheinkontrolle“ beim Mittagessen

Von der vorzüglichen Kantine hatte ich ja schon berichtet. Der Kalbsbraten mit Couscous war heute auch lecker.

Doch überrascht war ich, als ein freundlicher Mitarbeiter von LEGO Security von Tisch zu Tisch ging, und bat, den Essensbon vorzuzeigen. Ich hatte meinen natürlich dabei;-)

Das bezahlen funktioniert ganz einfach. Den Mitarbeiterausweis über einen der Leser zum schnellen Bezahlen halten, Bon wird ausgedruckt und gut. Oder an einem der Terminals Mahlzeit auswählen und ebenfalls mit Werksausweis oder Kreditkarte zahlen.

Und statt des hyperfreundlich gesungenen Mahlzeit, meine ehemaligen Sennheiser Kollegen wissen was ich meine, sind hier die Köche und Mitarbeiter an der Ausgabe aber auch sehr freundlich. Und sie sprechen eine witzige Sprache, die ich nicht immer verstehe… Aber dass die Frage „Spis her?“ davon handelt, ob ich hier essen möchte oder das Essen mitnehme kann ich schon souverän mit einem her oder Kopf nach unten bewegen beantworten;-)

Velbekomme!

Den Bon bis zum Verlassen der Kantine dabeihaben …

Dänisch(es) für alle, Folge 3

Heute mal wieder ein paar Zeilen in der Alltagsrubrik.

Im Büro hatten mehrere Kollegen heute Mitleid mit mir und haben sich sogar entschuldigt. Denn Deutschland hat ja leider nicht mal Bronze gewonnen bei der Handball WM. Die ja bekanntlich von Dänemark in Dänemark gewonnen wurde. Meiner Argumentation, dass ich ja auf jeden Fall gewonnen habe und auch hätte, nun als in Dänemark Lebender, sonst als Deutscher, stimmten sie dann aber schnell zu und wir waren alle zufrieden 😉

Und nochmal zur Kantine: Am vergangenen Freitag gab es zur Abwechslung mal lauter kleine Köstlichkeiten, mit und fürs Brot. Kleine Schälchen warmer Leberpastete, Omelett, gebratenes Fischfillet, gekochter Fisch, Rulepølse, Roastbeef und noch viel mehr. Dazu lecker Schwarzbrot. Das ganze für die üblichen 25 kr. Und dazu, wenn gewollt, Salat vom Buffet, mit verschiedenen Gemüseund Salaten, Ei, Fisch, Hähnchenstreifen, wechselnden Dressings und kleinen Brötchen. Und natürlich Wasser. Und ein Kaffee ist sowieso auch immer und überall zu bekommen…

Um 12 unser tägliches huddle Treffen. Da werden alle Projekte kurz angesprochen, ohne Blabla, ohne Gezeter und Rollenspielereien, aber immer gerne ein kleiner frecher Spruch dabei. Probleme und Details werden hinterher oder vorher in kleinerer Runde besprochen, und in großer Runde nur markiert (mit: Legosteinen)

Danach, in kleiner Runde, auf’m Gang, wer will, 5 Minuten Gymnastik mit Theraband, ein wenig Auflockerung für die müden Knochen.

Ansonsten: Weiterhin Trainings zu allen möglichen Themen, und erste Versuche mit dem CAD System was zu erstellen. Weniger das NX machts mir etwas schwer, als meine Unwissenheit bezüglich der LEGO Standards und Vorgehensweisen… Das ist aber alles erlernbar. Die Kolleginnen und Kollegen können es ja auch und sind jederzeit hilfsbereit 😉

Morgen hat die schöne Zeit wieder ein Ende, für die nächsten Wochen, Christine und Boomer fahren nach einem langen Wochenende wieder zurück nach Langenhagen. Aber in 8 Wochen ist das auch vorbei… und zwischendurch komme ich noch nach Langenhagen und Christine hier her. Geht schon, ist nicht so schwierig wie befürchtet.

Auch mal melden

Nachdem Olaf euch immer mal wieder was von Dänemark erzählt hat, möchte ich heute auch mal etwas schreiben. Wir haben ein langes gemeinsames Wochenende, hier in unserem neuen Zuhause und sind am planen, wie wir uns einrichten werden. Ihr ahnt sicherlich welches Möbelhaus unseren neuen Möbel verkauft 😊 das macht richtig Spaß, aber auch viel Arbeit!

Außerdem haben wir heute einen Ausflug ins LEGO Hotel unternommen. Dort waren die „Jobdage“ vom LEGOLAND und Legohotel. Alle möglichen Saisonjobs gibt es. Vom Roomservice im Hotel, über die Gärtner im Park oder auch die Animateure oder in der Gastronomie. Nachdem wir kurz mit einem der netten Menschen dort gesprochen haben, war klar, dass unser Plan erstmal dänisch zu lernen und dann zu schauen ob und was ich arbeiten werde, genau richtig war. Aber spannende Jobs gibt es da schon! Nächstes Jahr sind auch wieder Jobdage!

Vom Legohotel sind wir dann zur Trabrennbahn gefahren, wo wir mit vielen anderen Menschen und bei Musik unsere Runden auf der Bahn gedreht haben. Warum wir nicht im Wald waren und dort spazieren gegangen sind… wir haben heute für Danmarks Indsamling Kilometer gesammelt. Für jede erlaufene halbe Stunde spendet LEGO an Danmarks Indsamling Geld. Es geht um die Erfüllung, der von der UN festgelegten Weltziele zur nachhaltigen Entwicklung von Frieden, dem Besiegen von Hunger und Armut auf der Welt. Die UN Mitglieder haben 17 Ziele festgelegt, die in den nächsten 15 Jahren erfüllt werden sollen. Dieses Jahr kümmert sich Danmarks Indsamling um Ziel 5 … die Gleichstellung der Geschlechter zu erreichen und die Rechte und Chancen von Frauen und Mädchen zu stärken.

Als kleines Dankeschön gab es von Lego eine Minifigur

TLM2: Launch Party

Heute war um eins „TLM2: Launch Party“ bei mir im Innvovation House angesagt.

Queen Whatevra Wa’Nabi lud ein, um gemeinsam den am 7. Februar in die Kinos kommenden LEGO Movie 2 zu feiern. Geschichte(n), Filmausschnitte, Popcorn, Torte und viel Spaß waren angesagt.

Dumm nur, das wir fast parallel ein Meeting hatten, aber da gabs auch süße Brötchen mit Butter und heiße Schokolade mit Schlagsahne, ist ja schließlich Winter, und das ist hier eine typische Winterstärkung.

Cross Cultural Learning

Als ich letztes Jahr per Mail das erste mal im Auftrag von LEGO wegen einem Termin für ein „Cross Cultural Learning: Denmark“ angeschrieben wurde, war das noch ganz weit weg und kam mir auch irgendwie überflüssig vor. Wusste ich doch ein wenig über Dänemark, hatte einiges gelesen und bin doch schon so oft seit Kindestagen dort gewesen…

Letzte Woche hatte ich ein Workbook bekommen, teilweise schon durchgearbeit, als Ergebnis unter anderem ein Vergleich von meinen Antworten mit denen der „statistischen“ Dänen und Deutschen.

Gestern war es dann soweit. Ich habe einen ganzen Arbeitstag mit einem externen Coach aus Kopenhagen verbracht. Wir haben uns, bei mir zu Hause bei Kaffee und Schokolade, an dem Workbook als Leitlinie entlang gehangelt.

Nach einer Vorstellung und Beschreibung meiner und unserer Beweggründe das hier zu machen kamen wir zum persönlichen Teil und sich daraus ergebenden Tipps, Ideen, Vorgehensweisen. Aus den vielfältigen, gesammelten Erfahrungen derjenigen nutznießen, die in ein anderes Land, eine andere Kultur gegangen sind. Ganz praktische Dinge.

Dann anhand meiner Auswerung und Erklärung der Begriffe, zum Beispiel egalitäre Einstellung vs. Status betonter Einstellung, wo ich stehe, und welche Chancen aber auch Fallstricke daraus entstehen können?

Oder direkt vs. indirekt, oder Aufgabe vs. Beziehung, was sich zum Beispiel darin wieder spiegelt, dass „wir“ in Deutschland und Dänemark genau wissen warum etwas nicht geht, offen ansprechen das etwas schlecht war, Kritik üben, im Gegensatz zu Lob und Komplimenten, Umschreibungen, Beziehungen aufbauen und dann zum Thema kommen. Und wo ich dort stehe.

Am Ende noch eine Landeskunde und ganz allgemeine Antworten, zum Beispiel mit welcher Tageszeitung ich anfange oder ob es auch so etwas wie die Stiftung Warentest in Dänemark gibt? Antworten: Politiken, Jylandsposten, ja heißt Tänk.

Ein spannender, kurzweiliger Tag, der zum Denken und Handeln anregt.

Und wieder ein Beispiel welche Mühe sich LEGO damit macht, uns hier ankommen zu lassen und auch einen Anspruch erzeugt…

Dann bekam ich noch Post vom Krankenhaus in Vejle. Willkommen, ich sei ja über 50, also könne ich am Darmkrebspräventionsprogramm teilnehmen, anbei Teströhrchen und Rückumschlag. Ich bin seit 14 Tagen hier krankenversichert.

Oder per Post die Zugangsdaten zum Steuerportal skat.dk, dort gebe ich für die Steuerberater mein Steuerkonto frei und kann Einkünfte und Ausgaben, die steuerrelevant sind, eintragen. Natürlich schon voraufgefüllt, nach der Steueranmeldung von LEGO. Selbstverständlich mit Hilfstexten und Erläuterungen in dänischer, englischer und deutscher Sprache.

Dänisch(es) für alle, Folge 2

Heute mal weniger Sprach- als Alltagsinformationen zu meinem Leben in Dänemark (und Deutschland).

Gesundheitskarte
Vergangene Woche bekam ich meine Gesundheitskarte zugeschickt.

Meine Sundhetskort

Sundhedskort
Da steht drauf wer ich bin und wer mein Hausarzt ist, mit Telefonnummer, dann habe ich sie immer dabei.
Der Hausarzt ist erster Anlaufpunkt für alles was mit Gesundheit zu tun hat.
Meiner sitzt nicht in Billund. Dort haben die Ärzte Aufnahmestopp, sondern im benachbarten Grindsted. Wenn ich einen Termin oder etwas anderes benötige, muß ich morgens zuerstmal anrufen.
Die Gesundheitsversorgung ist staatlich finanziert, gilt für alle und kostet nichts extra, denn sie wird durch Steuern finanziert. Aber sie zahlt auch nicht alles (wie in Deutschland).

Beim Zahnarzt ist viel mehr selbst zu bezahlen.
Zusätzlich benötige ich für Reisen in das EU-Ausland dann noch die blaue EU Gesundheitskarte… die ich jetzt beantragen muss.
Und wenn ich den Hausarzt wechseln will, die Karte verliere, meinen Namen ändere, umziehe, … kostet eine neue Karte einen kleinen Beitrag.

Ach und dann ist die Sundhedskort noch Bibliothekseintrittskarte am Wochendd außerhalb der regulären Öffnungszeiten, und Ausweis für vieles…

Alltag
Gestern wollte ich morgens zum Bäcker gehen. Nichts besonderes. Auch dieses Wochenende, an dem ich in Langenhagen war.
Es wäre nur etwas besonderes geworden, wenn Christine nicht schon Brötchen geholt hätte.
Denn ich wäre unverrichteter Dinge von dort wieder nach Hause gegangen und hätte vermutlich ordentlich geflucht. Denn mit den paar dänsichen Kronen im Portemonaie wie auch meiner Maestro oder Visa Karte hätte ich dort nichts bezahlen können (vielleicht hätte ich ja anschreiben lassen?).
Ich habe mich in den letzten drei Wochen in Billund schon so daran gewöhnt alles mit meiner Bankkarte zu bezahlen, egal ob Bäcker, Supermarkt oder (Automaten) Tankstelle. In Dänemark ist Bargeld nicht abgeschafft, aber unüblich.
Und selbstverständlich kann ich in den Kantinen bei LEGO auch nur mit Karte zahlen (Werksausweis oder Kreditkarte).
Für deutsche Karten und Konten kostet das zwar immer eine extra Gebühr der deutschen Banken (im Gegensatz zu Zahlungen im Inland oder warum auch immer in Schweden).

Personalbutik
Ja, auch bei LEGO gibt es Personalkauf.
Und es gibt in Billund sogar eine Personalbutik.
Eigentlich selbstverständlich, doch nochmal zur (Er)Klärung: Ich darf und werde nichts „besorgen“.