not skilled worker

Jetzt weiß ich, dass ich für das Rückerstattungssystem für Arbeitgeber ein „not skilled worker“ bin.

Da gehts um Ausbildungsbeiträge die Arbeitgeber zu zahlen haben.

Dazu hatte ich heute eine Nachricht in meiner eBoks. Meinem gesicherten elektronischen Postfach, in dem zum Beispiel letzte Woche die Nachricht der Gemeinde Billund lag, dass ich ins Wählerverzeichnis zur Europawahl am 26.5. eingetragen bin.

Es geht voran – zweimal werden wir noch wach …

Es geht voran. Ich kann anfangen die Stunden zu zählen, keine 48 mehr, dann ist Christine hier. Dann geht der zweite Teil unseres Abenteuers los. Unseres neuen Leben. Oder wie immer wir das nennen?
Vielleicht einfach: Unsere Zeit in Dänemark.
Übermorgen hat sie ihren letzten Arbeitstag. Abschied, ich glaube mit einem weinenden Auge um die Freundinnen und Freunde, lieben Kolleginnen und Kollegen, aber einem viel größerem lachenden Auge, denn es gab hinreichend Gründe sich darauf zu freuen dort aufzuhören. Und außerdem stehe ich ja auch als Ziel im Navi 😉

Ich beglückwünsche mich weiterhin jeden Tag zu meiner Entscheidung nach Dänemark und zu LEGO zu gehen. Das passt alles!
Umso mehr musste ich gestern Abend beim Lesen immer wieder schmunzeln.
Christine bekam bei ihrer Freundinenabschiedsfeier in Langenhagen unter anderem das Buch Hygg Hygg Hurra! Glücklich wie die Dänen von Hellen Russell geschenkt.
Die Autorin, eine britische Journalistin, begleitet ihren Mann aus London kommend nach Billund zu LEGO, wo er einen Job annimmt. Der Rückentext sagt:
… Doch in Jütland angekommen, findet Helen Schritt für Schritt heraus, was hinter dem geheimnisvollen Wohlfühlkonzept „Hygge“ steckt, das die Dänen den langen Wintern, der Kälte und Dunkelheit trotzen lässt. Und welche Geheimrezepte (und damit sind nicht nur die dänischen Zimtschnecken gemeint) für so viel Glück sorgen, dass manchmal sogar die Kühe auf der Wiese tanzen …
Das passt!
Ein weiteres Buch, das wie ich finde ganz gut beschreibt, wie das hier funktioniert, von Maritta G. Demuth, 111 Gründe, Dänemark zu lieben.

Und ein weiteres Beispiel aus meiner Erfahrung.
Für gestern Nachmittag stand im Kalender ’ne Einladung:
„Building Event with cake and coffee“.
Im Besprechungsraum lag für jede(n) ein aktuelles LEGO Set am Platz.
Dann saßen 30 Ingenøre, Chefs und Chef-Cheffin zusammen und wir haben 2 Stunden lang gebaut, geklönt und Kaffee getrunken.
In Neudeutsch ein Social Event, oder ein gemütliches Beisammensein, mit dem praktischen Nebeneffekt, wir lernen die Ergebnisse unserer Arbeit kennen und haben Spaß dabei.
Ich bin nicht fertig geworden, also Modell mit nach Hause nehmen und fertig bauen 😉 In dieser Form unvorstellbar bei meinen bisherigen Arbeitgebern.

Meine LEGO Technic Corvette ZR 1

Und letzte Woche beim Global Induction Programm, einer Pflichtveranstaltung für alle neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wurde uns viel über die Werte, das Spielen und was LEGO um und mit seinen LEGO Steinen macht gezeigt, erklärt und erspielt. Nebenbei noch die Spritzgussfertigung und das LEGO House besichtigt. Zwei spannende Tage!

Eine Aufgabe: Mit diesen 5 Steinen eine Ente bauen. Es gab von jedem der 15 Teilnehmer eine andere Variante 😉 Hier nur die klassische dargestellt…

Eine Sache wurde mir klar:
25% von LEGO gehören der LEGO Foundation. Also auch 25% vom Gewinn. Das Geld nimmt diese Stiftung, um zum Spielen (mit Spielzeug) und Bildung zu forschen und praktisch zu helfen. Mehr zu lesen auf der Website.

Jetzt heißt es weiter die Stunden zählen … zwischenzeitlich mein zweites Element erfolgreich auf den Weg zu bringen und mal schauen was die nächste Zeit an Erlebnissen und berichtenswertem bringt?

Bis die Tage!

Euer
Olaf

Sonntagnachmittag am Vejle Fjord

Der nächste Zugang zum Meer für uns hier in Billund ist am Vejle Fjord. Gut 30 Minuten und km Fahrt, durch hügelige Landschaft, entlang dem Fluss Vejle Å, in die zehntgrößte Stadt Dänemarks. Für einen Sonntagnachmittagsausflug nicht zu weit entfernt. Und in jeder Hinsicht ein Gegensatz zu der doppelt so weit entfernten, rauheren Nordseeküste. Und in Zukunft bestimmt öfter Ziel oder Ausgangspunkt für weitere Erkundungstouren durch unsere neue Heimat.

Vom Stadtrand fällt der Blick auf die Brücke der E45 über den Fjord. Noch letztes Jahr im Mai auf dem Weg nach Norden drüber gefahren, ohne zu ahnen dass wir bald hier in der Gegend wohnen werden 😉
So hat es uns Sonntagnachmittags runter nach Vejle und ein Stück am Fjord entlang geführt. Ein paar Bilder.

Fjordenhus Vejle

Das Fjordenhus ist der Sitz von Kirk Kapital. Ein Bericht mit Filmen über den Architekten findet ihr hier. Die Familie Kirk ist die Familie die LEGO gegründet hat und der unter anderem LEGO gehört.

Fjordenhus Vejle
Fjordenhus und Hafenfront Vejle
Hafenfront Vejle

Die neuen Wohnhäuser und Fjordenhus an der neuen Hafenfront in Vejle.

Die Vejlefjordbroen der E45 über den Vejle Fjord.
Am Südufer und Fjordausgang bei Trelde Næs am Kleinen Belt.
Am Südufer und Fjordausgang bei Trelde Næs am Kleinen Belt.

Dänisch(es) für alle, Folge 4

Das Wort hygge kennen viele, und es ist ja auch Mega im Trend …

Es gibt ein Lifestyle Magazin mit dem Namen, wir wohnen hygge und so weiter. Es soll eine Gemütlichkeit beschreiben wie es sie wohl nur in Dänemark gibt. Also stellt Euch vor, ihr sitzt im dänischen Ferienhaus. Draußen windet es, ihr guckt auf das schwankende Gras in den Dünen, hinter euch knistert der Bollerofen, und der Hund knabbert am Knochen. Es gibt frischen Kaffee und Wienerstang. Dazu am Horizont, vor dem blauen Himmel mit Schäfchenwolken, eine wehende dänische Flagge. Die Wollsocken habt ihr auch an. Und ihr flezt Euch auf dem Urlaussofa rum. Das ist dann hygge.

Nun stellt Euch eine ganz andere Situation vor.
Euer Vordermann auf der Landstraße kriecht mit 60 km/h dahin.
Ihr kommt nicht vorbei, beschließt dahinter zu bleiben.
Dann sagt ihr pyt! Und sagt damit: Nichts zu machen, ist halt so, bleibe ich hinter ihm, ärgere mich nicht…

Leben

In gut zwei Wochen kommt Christine hier her. Hat dann auch ihren Job in Hannover beendet und zieht wie ich nach Billund. Im April steht dann noch der Umzug der restlichen Sachen aus Langenhagen an, dass haben wir aber auch mit Hilfe von LEGO und dem beauftragten Relocation Unternehmen angeschoben. Als nächstes steht dann dänisch lernen ab Ende April an. Nicht das die Kollegen mich nerven, aber gerade beim gemeinsamen Mittagessen komme ich mir ein bisschen „alien“ vor.
Und zur Feier von Christines Start werden wir wohl zum internationalen Waffeltag ins Museum nach Grindsted fahren ;-

Auto

Mit meinem Auto war ich Dienstag beim Bilsyn. Einer Werkstatt, hier am Ende der Straße, die die technische Überprüfung von Autos vornimmt. Das was in Deutschland die Hauptuntersuchung ist. Aber hier war’s nicht nur eine Hauptuntersuchung, sondern Registrerings- und Toldsyn. Alle Daten des Autos wurden im Anschluss an SKAT (sprich Skätt), die Steuerverwaltung übermittelt. Die Website ist sogar mit deutschsprachigen Inhalten gefüllt. Dort konnte ich mich mit meiner NEM Id einloggen, nach Eingabe der Fahrgestellnummer die Angaben vom Bilsyn zum Auto aufrufen und das Auto zur Registrierung anmelden. Heute kam in meine Eboks, das elektronische Postfach, die Eingangsbestätigung, gleich mit einem Link zur durchschnittlichen Bearbeitungszeit (3 Wochen).
Dann kann ich die Schätzung akzeptieren, also um die 100.000 DKK für die Registrierung zahlen, widersprechen (kaum erfolgreich) oder das Auto nicht mehr in Dänemark benutzen.
Die hohe Registrierungsgebühr beruht darauf dass Dänemark keine Automobilindustrie und -lobby hat, die so etwas verhindern würde… Trotzdem oder deswegen sind die Straßen in Dänemark gut in Schuss.
Wenn ich akzeptiere kann ich Kennzeichen bestellen, und werde dann irgendwann dänische KFZ-Steuer und Versicherung bezahlen, und auf der A7 wie die Dänen fahren können wie ein Däne 😉

Arbeit?

Mein erstes Element hat vorgestern einen speziellen Code im SAP bekommen und ist jetzt zur weiteren Bearbeitung an die Mouldmaker übergeben. Irgendwann bekomme ich erste Teile auf den Tisch dann geht’s weiter bis zur Freigabe. Und dann kann ich euch irgendwann das Set zeigen in dem das Element verwendet wird. Mittlerweile arbeite ich schon am nächsten und bereite das übernächste vor… Und habe das Gefühl, etwas Land am Horizont zu sehen 😉
Nächste Woche SAP Einführung (hier sagen sie sapp und nicht S A P) und zwei Tage Global Induction Program um noch mehr über LEGO zu lernen.
Ende März treffe ich mich wahrscheinlich mit CK, einen ehemaligen Kollegen von Sennheiser aus Singapur, der jetzt dort bei LEGO beschäftigt ist. Mal schauen, ob ich ihn und seine Kollegen auf ein deutsches Bier und Essen in unsere dänische LEGO Wohnung eingeladen bekomme.

Heute war „World book day„, es waren Kolleginnen von LEGO Publishing bei uns im Innovation Haus und stellten LEGO Bücher vor. Als kleines Geschenk gab es das Buch das alle britischen Kinder sich kostenlos im Buchhandel abholen können. Da musste ich gleich wieder an „unser“ Projekt Leseclub in Wiesenau denken…

Langenhagen

Heute erreichten mich erste Fotos von der aufgerissenen Friedrich-Ebert-Straße. Die Sanierung und der Umbau haben begonnen. Mit Wasserrohrbruch und Straßensperrung 😉

Die Sanierung schreitet voran.

LEGO geht’s gut.

Versteht die Überschrift bitte nicht falsch. Ich arbeite zwar dort, aber zum guten Jahresergebnis 2018 konnte ich noch nicht beitragen.
2019 koste ich Geld, weil ich lerne und Trainings bekomme, und die Entwicklung neuer Elemente erstmal Geld kostet, die dann aber ab 2020 Spaß machen und auch Geld einbringen sollen…

Auf jeden Fall wurde heute das Ergebnis 2018 bekanntgegeben, das sieht gut aus, LEGO geht’s gut.

Und wenn der Eine oder Andere fälschlicherweise meint, bei LEGO würde dass wichtigste das Essen sein, weil ich so oft davon berichte 😉 so soll es eigentlich nur zeigen, dass hier bei LEGO nicht nur der neue Film, das Jahresauftaktmeeting oder mein Start mit Kuchen gefeiert wird, sondern auch die Bekanntgabe des Jahresergebnisses für 2018. Danach gab es für alle Krapfen, wohlorganisiert und reichlich in den Kantinen abzuholen. Als kleines Dankeschön und Anerkennung. Eine kleine Geste, nett, eine neue Erfahrung.

Die Arbeit geht voran, das erste Element ist fast auf dem Weg, die nächsten zwei stehen schon in der Warteschlange.
Mit viel Unterstützung von meinem Brickmate, Kolleginnen und Kollegen, die mit Rat und Tat oder SAP Kenntnissen und Berechtigungen aushelfen konnten, ist voraussichtlich am Freitag eine erste Freigabe möglich.

Als ich gerstern in der Personalbutik vorbeigeschaut habe, ist mir etwas in die Hände gefallen, bei dessem Anblick ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen konnte.

Pfeffer- und Salzstreuer von LEGO
Pfeffer- und Salzstreuer von LEGO
Boomer gehts gut
Christine hat Spaß

Und hier in Billund? Nur noch drei Wochen bis Christine hier ist und der Frühling der mit mächtigen Schritten in den letzten Tagen Einzug gehalten hat.

Besuch, Strand, Alltagstraining

Dieses Wochenende ist Besuch angesagt.

Besuch von meinen zukünftigen Mitbewohnern. Christine und Boomer sind wieder für ein langes Wochenende hier.

Gestern konnte ich Christine dann auch gleich in die Kantinenverpflegung aufnehmen. Das Essen gibts auch zum mitnehmen. Also mittags kurz aus dem Büro nach Hause um der lieben Frau was zu bringen 😉

Der Dank am Abend.

Hund und Frau blockieren die bequemen Sitzgelegenheiten im Wohnzimmer.

Heute hat’s uns wieder an den Nordseestrand getrieben. Sonnig, kühl und schön wars.

Verseuchter Strand bei Henne.

 

 

 

In den Dünen hat die Chemiebude aus Grindsted (liegt hier in der Nähe von Billund) jede Menge Dreck verbuddelt…

Anschließend  noch ’ne Runde durch Blåvand gedreht. Rappelvoll, sehen und gesehen werden, shoppen, … nicht so recht was für uns.

Und Wochenendeinkauf in Esbjerg gemacht, lag auf dem Weg.

Abschließend gemeinsam kurz vor  Sonnenuntergang ein Blick über unsere Heimat vom Dach des Lego House.

 

Zusammengefasst: Alltagstraining für die kommende Zeit.

Topnachricht der Woche:

Am 4. Juli 2021 startet die 3. Etappe der Tour de France im benachbarten Vejle.

Winterferien, Kinder, Billund, Nordsee, Kino

Letzte Woche waren hier Winterferien. Das war daran zu merken, dass nicht alle Kollegen da waren, das im Ort mehr Menschen unterwegs waren, denn das LEGO Haus und auch Lalandia, ein großes Badeland/Freizeitpark hier im Ort, sind Ziele für die Ferien, gerade wenn das LEGOLAND noch geschlossen ist.

Doch es war auch daran zu merken, dass überall im Büro Kinderstimmen zu hören waren, und manchmal auch einer der Zwerge auf Tour ging. Warum nicht einfach die Kinder unter 12 Jahren mit ins Büro nehmen, in den Ferien? Ich finde das passt irgendwie total zu LEGO.

Ich habe letzte Woche viel und lange gearbeitet, ein gutes Stück vorangekommen bin ich auch, aber habe auch gemerkt, wie anspruchsvoll und ausgeklügelt das Ganze ist. Immer wieder: Der LEGO Stein von vor 50 Jahren muß mit dem Element von heute zusammen passen und halten. Das ist ein Teil meiner Arbeit und da wird verdammt drauf geachtet… und das zu durchschauen und verstehen hat’s halt in sich…

Am Freitag nachmittag war ich zwischendurch mal kurz im Ort unterwegs, und habe bei dem frühlingshaften Wetter gedacht, dass ich auf dem nach Hause Weg noch kurz einkaufen will und auf dem Weg dorthin lag das LEGO Haus, im strahlenden Sonnenschein, vor knallblauem Himmel, also rein, Fahrstuhl nach oben und den Ausblick genießen. Das hat sich richtig gut angefühlt 🙂 Das ist ein Arbeitsweg zum genießen!

So siehts draußen vor meinen Arbeitsplatz aus. Die gelben Fahrräder sind Dienstfahrräder zum Leihen, Helm gibts an der Rezeption.
Blick vom LEGO Haus: Beim linken Pfeil wohnen wir. In der Mitte mein derzeitiger Arbeitsplatz. Rechts der neue Campus.
Blick ins LEGO Haus auf den Baum
Die gelbe Treppe

Freitag Abend habe ich dann auch mal selber zu Hause ein LEGO Set zusammengebaut. So neben dem Fernsehen hat’s auch was entspannendes. Und ich mußte nicht so aufpassen wie beim IKEA Kommode zusammenbauen heute nachmittag.

Gestern habe ich einen Ausflug an die Nordsee gemacht. In dem Vogelschutzgebiet Tipperne (wenig Vögel zu sehen) und bei Aargabs Hus am Tingodden vorbeigeschaut, der Pastorenhof steht auch noch, und danach an der Mole in Hvide Sande am Strand entlang spaziert. Die Mole sah in Kindertagen aber anders aus, mit der Lorenbahn drauf. Orte aus vielen Urlauben in der Kindheit. Jetzt um diese Jahreszeit nicht so überlaufen wie im Sommer.

Tiperrne – Vogelschutzgebiet

Heute Mittag habe ich meine Freikarte für den LEGO Movie im Lido Kino in Billund eingelöst. Um 12 Uhr war Vorstellung in Englisch, Kino war voll. Film war schön, zum Schmunzeln und mittlerweile sehe ich den natürlich mit LEGO Augen 😉

Was habe ich nicht geschafft? Deutsche Steuererklärung machen, dänische Versicherungen raussuchen, Papierkram durchforsten, einen Teil der Betriebsrente von Sennheiser wollen sie mir auszahlen und setzen mal eben so vier Tage Frist, weil es ja so wenig sei, stand aber nirgends im Vertrag… na und alles sowas. Und den Zugang zu meinem NEM Konto habe ich immer noch nicht. Also weiterhin keine e-Banking, Behördenkram, … Dafür haben wir aber nun die heisse Phase für den Umzug im April eingeläutet, nächste Woche kommt jemand vom Umzugsunternehmen vorbei.
Und Christine ist ab in fünf Wochen auch ganz hier… was auch verdammt gut ist. Denn tele- und videofonieren ist nett, alle 2 Wochenenden sehen auch, aber es gibt doch noch soviel hier gemeinsam zu erleben, das es langsam mal Zeit wird…

Alltägliches

Im Moment steht viel Arbeit und ein wenig Organisation auf der Tagesordnung.

Im Büro versuche ich mit dem CAD System, den verschiedenen Standards und Hilfen, sowie Brickmate und Kollegen das erste Element auf den Weg zu bringen. Was es ist darf ich natürlich nicht verraten.

Ich kämpfe sowohl damit NX zu beherrschen, als auch zu lernen welche Maße wofür gelten, das Modell robust und anpassbar zu halten, die Projekt- und Prozessschritte zu überschauen, Kostenbetrachtung, Produktsicherheit, usw.

Prinzipiell: Viel detailliertere Kunststoffteilkonstruktion und näher am Werkzeug als ich es bisher kennengelernt und ausgeübt habe. Das finde ich gut. Da macht Lernen Spaß.

Und wir probieren in der Abteilung diesmal mit mir und einem weiteren Kollegen aus, eher als sonst üblich bei neuen Mitarbeitern in die Projektarbeit einzusteigen…

Aber eins ist klar: Es macht trotz Herausforderungen weiterhin viel Spaß.

Zwischendurch natürlich die ein oder andere Schulung. Und letzte Woche gab es schon wieder drei Sets zum Bauen, wir sollen selber natürlich auch ein Gefühl für die Teile und den Zusammenbau bekommen.

Nebenher warte ich immer noch auf meine NEM ID, die Eintrittskarte in mein Dasein als elektronischer Bürger. So komme ich gerade weder an meine Gehaltsabrechnung noch ans obligatorische elektronische Banking. Aber die halben Zugangsvoraussetzungen haben ich schon zugeschickt bekommen.

Weiterhin bereiten wir den großen Umzug, mit dem Rest aus Langenhagen, vor. Soll vor Ostern geschehen. Unbezahlten Urlaub habe ich schon mal eingetragen, in Dänemark gibt’s in den ersten Monaten keine Bezahlung während des Urlaubs. Noch, denn das Gesetz ändert sich ab September… Aber LEGO hat für mich mit dem ersten Gehalt vorgesorgt…

Am Wochenende war ich in Langenhagen. Ein entspanntes Wochenende, die bestellten IKEA Möbel, die wir beim Umzug mitnehmen sind Samstag morgen gekommen, Hunderunde im Wald, Sauna, Mietvertrag mit Claudia und Gunnar beredet, …

Die Heimfahrt nach Billund endete dann beim ersten Versuch in Berkhof. Das Reifendruckwarnsystem hat mich von der Autobahn geschickt. Reifen mit Dichtmittel gefüllt, aufgepumpt, aber 450 km wollte ich da nicht mit fahren… also zurück nach Langenhagen, umladen und mit Christines kleinem Flitzer nach Billund. Der Reifen wird getauscht und Christine bringt das Auto übernächste Woche mit, wenn sie hier wieder vorbeischaut.

Plattfuß

Und heute war dann in Langenhagen die Heizung aus und kaputt. Aber unser schneller, guter Fachmann war bald da und Christine muss nicht mehr frieren…

Esbjerg und Billund

Dieses Wochenende habe ich mal wieder alleine in Billund verbracht

Grauer Samstagmorgen in Billund auf dem Weg vom Bäcker nach Hause. Alles LEGO…

Langeweile ist aber keinesfalls aufgekommen.
Am Samstag war ich in Esbjerg. Habe mir ein wenig den Hafen angeschaut. War früher mal ein Fischereihafen und ist jetzt ein Versorgungshafen für die zahlreichen Windkraftparks und die Öl- und Gasfördereinrichtungen draußen in der Nordsee.

Im Fiskeri- och Søfartsmuseet in Esbjerg gibt es zur Geschichte der Fischerei in Esbjerg eine wie ich finde gelungene Sonderausstellung, Offshore vor Esbjerg, ein Aquarium und ein Freiluftmuseum zur Geschichte der Fischerei mit Werft und Werkstätten, uvm.

Gleich dahinter auf dem Deich direkt am Strand, die Monumentalskulptur „Der Mensch am Meer“ mit den vier sehr großen weißen Menschenskulpturen die aufs Meer schauen.

Eine kleine Runde auf dem Deich und am Strand bin ich auch noch gegangen. Beeindruckend die schicken Häuser am Meer, die da gebaut wurden. Ein bisschen neidisch bin ich da schon geworden. Auch an einem so grauen, kalten Februartag wie gestern.

Heute habe ich dann, bei strahlendem Sonnenschein, ganz viel Zeit in der Wohnung mit Papierkram und Schreiberei verbracht. Aber heute Nachmittag hat mich die Sonne rausgezogen und ich habe noch eine Runde mit Riese und Müller um den Flughafen gedreht. Es ging aus Billund heraus über den Kulturstie, an Lalandia und dem Frachtbereich des Flughafens durch Felder und auf der Nordseite über kleine Landstraßen und Wege durch Wald, knorrige Hecken, kleine Hügel wieder zurück. Ja, das ist meine Gegend hier!

Am Kulturstie mit dem neuen LEGOLAND Hotel im Hintergrund

Am Montagmorgen ruft die Arbeit. Das erste Bauteil ist jetzt in meiner Verantwortung. Klares zeitliches Ziel ist gegeben. Los gehts. Ein bisschen Schiß gehört dazu. Aber auf die Hilfe der Kollegen kann ich glaube ich zählen.

Und zwischendurch auch noch ein paar Schulungen.

Und ein andermal erzähle ich Euch dann über das dänische Urlaubsgesetz, eine witzige Frage von meinem Chef und was sich daran demnächst ändert.

Und denkt dran: Am 7.2. ist Premiere des zweiten LEGO Film!

„Fahrscheinkontrolle“ beim Mittagessen

Von der vorzüglichen Kantine hatte ich ja schon berichtet. Der Kalbsbraten mit Couscous war heute auch lecker.

Doch überrascht war ich, als ein freundlicher Mitarbeiter von LEGO Security von Tisch zu Tisch ging, und bat, den Essensbon vorzuzeigen. Ich hatte meinen natürlich dabei;-)

Das bezahlen funktioniert ganz einfach. Den Mitarbeiterausweis über einen der Leser zum schnellen Bezahlen halten, Bon wird ausgedruckt und gut. Oder an einem der Terminals Mahlzeit auswählen und ebenfalls mit Werksausweis oder Kreditkarte zahlen.

Und statt des hyperfreundlich gesungenen Mahlzeit, meine ehemaligen Sennheiser Kollegen wissen was ich meine, sind hier die Köche und Mitarbeiter an der Ausgabe aber auch sehr freundlich. Und sie sprechen eine witzige Sprache, die ich nicht immer verstehe… Aber dass die Frage „Spis her?“ davon handelt, ob ich hier essen möchte oder das Essen mitnehme kann ich schon souverän mit einem her oder Kopf nach unten bewegen beantworten;-)

Velbekomme!

Den Bon bis zum Verlassen der Kantine dabeihaben …