Monatsgespräch

Natürlich will mein Chef spätestens im Monatsgespräch wissen, wie es mir geht, was ich über die Arbeit der letzten Wochen denke, wo ich Bedarf habe, naja, alles was mit der Arbeit zu tun hat eben. Und umgekehrt auch.

Nichts neues für mich, und viele von Euch kennen das auch von ihrer Arbeit…

Heute war’s aber mal etwas anders. Blauer Himmel, Sonnenschein, eine leichte Brise. Also sind wir nebenbei entspannt durch den Stadtwald und am Bach lang spazieren gegangen und haben uns dabei sehr angeregt und offen unterhalten. Auch mal ’ne Möglichkeit. Mir hat’s gut gefallen.

Und wir haben sogar eine Lösung gefunden, wie wir mit der 4 tägigen „Heimquarantäne“ umgehen, wenn ich nach einem langen Wochenende in Deutschland zurückkehre. Denn das ist jetzt LEGO® Regel, nach den erneuten Corona-Ausbrüchen in Deutschland. Und die Quarantäne ist nicht durch Homeoffice abzuleisten, sondern muss in den Urlaub eingeplant werden.

Ach, und kommenden Freitag, am letzten Tag vor den Sommerferien, gehen wir gemeinsam raus, die ganze Abteilung, um uns bei einem kleinen Picknick einen schönen Sommer(urlaub) zu wünschen…

Nachtrag, Schreck am Morgen

Heute Morgen war dann mal wieder das Büro gesperrt. Zur Reinigung und Desinfektion. Ein Kollege hat gestern Abend Corona Symptome gemeldet, was dann gleich eine Reihe an Maßnahmen auslöst. Er muss zum Corona Test gehen, Kontakte nachverfolgen und informieren durch den Arbeitgeber, Arbeitsplatz und Umgebung reinigen, …

Löst im ersten Moment einen Schreck aus… aber das ist hier gut organisiert und gibt mir ein Gefühl von Sicherheit.

Arbeitsalltag

Zu unserem Alltag in den letzten Wochen gehörte so viel, dass ich mit dem Berichten gar nicht mehr nachkomme.

Fange ich doch mal mit dem Grund unseres Hierseins an, meine Arbeit bei LEGO.

Anfang des Monats hatte ich Spritzgusstraining in der Fertigung.

Zu viert haben wir an zwei Tagen mit Hilfe von Kran, Werkzeug, Werkzeugkarte und ausführlicher Anweisung für zwei LEGO Elemente die Spritzgussmaschinen eingerichtet und Musterteile hergestellt. Am zweiten Tag auch langsam verstanden welcher Wert wo in der Steuerung einzustellen ist, um was zu erreichen…Spannend, aufschlussreich, ein Stück Praxis von dem was ich sonst am Computer erstelle.

Ach, und dann las ich auch noch in der Zeitung, wer der attraktivste Arbeitgeber sei für deutsche Arbeitnehmer. Klar, oder?

Es sei mal dahingestellt, wie solche Ergebnisse entstehen

Ein bisschen Rückschau, Zusammenfassung und Bewertung meiner ersten Monate standen im Büro auch schon auf dem Programm. Zufriedenheit von allen Seiten.

Woran ich genau arbeite gibt es in kommenden Bausätzen und Modellen zu sehen.

Mein Alltag besteht aus viel CAD Arbeit, dem grundlegenden Erzeugen des virtuellen 3D Modells, so dass es robust, sauber und stabil ist, um Anpassungen und Änderungen standzuhalten und um, genau so wichtig, der Systematik und den Standards der LEGO Elemente zu folgen.

Nicht nur, das in 50 Jahren immer noch alles zueinander passt, sondern auch das kleinste Detail den Anforderungen sowohl der Designer des Werkzeugbaus als auch der Produktion Genüge trägt. Inklusive Formschrägen, Werkzeugteilung, Auswerfern, Anspritzpunkt, Zeichnung, Prüfunterlagen, usw. Das kann Nerven, Zeit und Kraft kosten und macht viel Spaß!

So sieht im Großen und ganzen mein Job bei LEGO aus. Dazu noch Organisatorisches, Projekt- und Teamarbeit, Dokumentation sowie Lernen und jede Menge Spaß.