Dänisch(es) für alle, Folge 29 – Reklamer nej tak

Seit einigen Wochen ist unser Briefkasten einmal die Woche proppenvoll. Der Austräger hat unsere etwas versteckten Briefkästen entdeckt. Und stopfte nun, allseits bekannt, Werbung und Wochenblatt mit noch mehr Werbung… für die Grenzshops mit „billigen“ Getränken, die lokalen Supermärkte und noch mehr hinein.

Der selbst geschriebene Hinweis das wir keine Werbung möchten wurde geflissentlich übersehen, also habe ich mich mal wieder auf Informationssuche gemacht.

Auf der Website des Werbedistributors kann man sich registrieren lassen, das man keine Werbung (Reklame) und/oder Wochenblatt (ugeavis) haben möchte. Die Bestätigung kommt dann ein paar Tage später mit dem passenden Aufkleber für den Briefkasten in den Briefkasten.

Mal schauen ob es funktioniert?!

Keine Werbung keine Wochenblätter

Dänisch(es) für alle, Folge 27 – Sankt Hans Aften und Fællesang

Gerade läuft im ersten dänischen Fernsehprogramm „Fællessang og båltale – Sankthans“. Schul- und Jugendchöre singen draußen, live im sommerlichen Dänemark Lieder zum Sankt Hans Aften, dem Vorabend des Johannistag.

Fællesang til Sankt Hans Aften

Auch so ein Ding, dass es wohl nur in Dänemark gibt. Vielleicht noch die Mittsommerfeiern in den anderen skandinavischen Ländern.

In normalen Jahren ziehen tausende raus ins Land, gerne an den Strand. Nach einer Rede wird das große Feuer auf dem eine Hexenpuppe verbrannt wird angezündet. Und dann werden gemeinsam Mittsommerweisen gesungen.

Dieses Jahr ist natürlich alles anders. Keine Ansammlungen von mehr als 50 Menschen, alle zusammen, aber jeder für sich. Und Fællesang sogar live im Fernsehen.

Im April sang sogar Mette Fredriksen bei einem Fællesang live im Fernsehen mit, die Staatsministerin. Christine versucht sich gerade unsere Bundeskanzlerin dabei vorzustellen 😉

Dänisch(es) für alle, Folge 26 – Risikoliste des staatlichen Serum Institut in Dänemark

Das staatliche Serum Institut in Dänemark soll laut dem staatlichen dänischen Rundfunk für die Parlamentsparteien in Dänemark eine Liste als Diskussionsgrundlage für weitere Erleichterungen im Rahmen der Coronabeschränkungen erstellt haben.

Darin werden Orte verschiedenen Infektionsrisiken zugeordnet.

Als Grundlage für weitere Gedanken habe ich das versucht zu übersetzen und einen Auszug der Seite hier aufgeschrieben. Übersetzung mit Hilfe google Translator und eigener Überarbeitung, ohne Anspruch auf Richtigkeit oder Vollständigkeit!

Quelle:
Danmarks Radio Nachrichten Website, abgerufen am 01. Mai 2020, 20:00 Uhr
https://www.dr.dk/nyheder/politik/se-listen-statens-serum-instituts-vurdering-af-det-mindst-og-mest-risikabelt-aabne

„… Geringes Infektionsrisiko:

  • Zoos
  • Bibliotheken
  • Außenbereiche
  • Kunstzentren
  • Private Museen
  • Aquarien

Durchschnittliches Risiko:

  • Kaffeehäuser
  • Restaurants
  • Einkaufszentren
  • Kaufhäuser
  • Arkaden
  • Basare
  • Schwimmbäder
  • Kinos
  • Theater
  • Hochschulen und Einzelfächer
  • Universitäten
  • Berufsakademien Wirtschaftsakademien
  • Künstlerische Hochschulbildung, Musikkonservatorien, Filmschule, Schule für darstellende Künste, Architekturprogramme (obwohl viel körperliche Aktivität wie Singen)
  • Kirchen, Synagogen, Moscheen (obwohl viel körperliche Aktivität)
  • Pfarrhöfe, Gemeindehäuser und andere Räumlichkeiten
  • Spiel
  • Sport im Freien mit körperlicher Distanz
  • Arbeitsplätze, an denen physische Distanz möglich ist (öffentliche und private Arbeitsplätze)

Hohes Risiko:

  • Grundschulen von 6-10. Klasse
  • Jugendclubs
  • Colleges (kleiner als „Efterskole“ = freiwillige 10. Klasse Schulen mit Internat)
  • Bars
  • Wirtshäuser
  • Freizeitangebote für 6-10. Klasse
  • Berufliche Ausbildung
  • Veranstaltungsorte (Musikveranstaltungsorte)
  • Innenzoos
  • Sporthallen (physische Distanzsportarten)
  • Sport im Freien mit körperlichem Kontakt
  • Aktivitäts- und Tagesdienste für sozial gefährdete Kinder und Jugendliche
  • Shisha-Cafés (mittel / hoch)
  • Badeland
  • Spielparks
  • Arbeitsplätze mit physischem Kontakt (öffentliche und private Arbeitsplätze)

Sehr hohes Risiko:

  • „Efterskole“ = freiwillige 10. Klasse Schulen mit Internat
  • Internatsschüler in den entsprechenden Jahrgängen
  • Fitness-Studios
  • Sporthallen (Sport mit körperlichem Kontakt)
  • Unterhaltung
  • Diskotheken
  • Nachtklubs
  • Besuchsbeschränkungen und -verbote für Pflegeheime und Krankenhäuser usw. sowie Wohn- und Unterbringungsorte …“

Dänisch(es) für alle, Folge 25 – Telefonbruse, Alltägliches, …

Telefonbruse, was mag das sein? Auflösung am Ende.

Ich hoffe Euch gehts soweit gut? Nicht nur gesundheitlich, was ja das Allerwichtigste ist. Sondern auch mit dem was das Leben ausmacht. Eltern, Großeltern, Familie, Freunde, Kollegen, … Erholung, Freizeit, Arbeit, Geschäft, …

Bei allem findet dann zum Glück Alltägliches und Gewohntes statt. Aus dem dänischen Alltag hier ein paar Erlebnisse.

Frühlingsboten

Heute bekamen wir SMS und Mails von PWC, SKAT und Flexvalg. Hat alles irgendwie miteinander zu tun.

SKAT

SKAT, gesprochen Skett, ist die dänische Steuerverwaltung. Die haben auf unser dänisches Mobiltelefon ’ne SMS geschickt, dass Christine doch bitte ihre Steuerprognose für 2019 überprüfen soll. Bis Ende Mai ist Zeit die Steuer fürs Vorjahr zu „machen“. Dafür sind wir im Internet auf die SKAT Seiten gegangen und haben für Christine gar nichts gemacht, nur geprüft dass nichts drinsteht. Denn sie hat 2019 kein Einkommen in Dänemark gehabt…

PWC

Für mich macht das dieses und nächstes Jahr die Firma PWC. Dieser Service gehört zum Eingliederungsprogramm von internationalen LEGO® Mitarbeitern. Da ich ja letztes Jahr „geldwerte Leistungen“ von LEGO® bekommen habe (Umzug, Installationspauschale, Sprachkurs, …) muss das versteuert werden. Also zahlt LEGO nochmal extra Gehalt, dass diese Steuern gedeckt sind. Und um das auszurechnen und die ganze Steuererklärung auf den richtigen Weg zu bringen ist PWC da. Und heute wollten sie von mir wissen, was denn unser Haus in Langenhagen wert ist… denn das spielt bei der Steuer in Dänemark ’ne Rolle. Mal schauen welche?

Fritvalg Lønkonto

Ich bekam im Jahr 2019 einen kleinen Teil vom Gehalt auf mein Fritvalg Lønkonto gezahlt. Da kann ich aussuchen, ob das für die Rente verwendet werden soll, kann es auszahlen lassen, kann 5 Tage LEGO Urlaub mit auf das Konto einzahlen, … Na auf jeden Fall gab es heute die Mail von Flexvalg (die verwalten das), dass ich vom 1.-22. April im Internet auswählen kann, was mit meinem Fritvalg Lønkonto im Jahr 2020 geschehen soll…

Hausarzt

Wir haben einen neuen Hausarzt. Letztes Jahr bei der Anmeldung bekamen wir einen von der Billund Kommune zugewiesen. Da hier im Ort keine Kapazität frei war, bekamen wir eine Klinik im Nachbarort Grindsted (15km) zugewiesen. Das war eine von der Region eingerichtete Klinik, weil es zu wenig Ärzte gab. Im Laufe des letzten Jahres vergrößerten sich aber Praxen hier in Billund und in Grindsted, so dass die Region die Praxis in Grindsted in den nächsten Monaten, wegen ausreichender Kapszität schließt. Wir haben also wechseln „müssen“.

Es ist schönes trockenes Wetter mit geringer Luftfeuchtigkeit. Christine plagt sich zur Zeit mit Asthma und Bronchitis und brauchte Medikamente und Hilfe vom Hausarzt. Also während der telefonischen Sprechstunde, jeden Werktag zwischen 8 und 9 Uhr, beim neuen Hausarzt angerufen und ein ausführliches Gespräch geführt, die Daten wurden beim Wechsel für den neuen Arzt ja schon freigeschaltet, liegen auf dem „Gesundheitsserver“. Alles soweit geklärt, Rezept ausgestellt. Das heißt, ich bin direkt nach dem Telefonat mit Christines Gesundheitskarte zur Apotheke gegangen und konnte alles abholen. Und die Zuzahlung wird mit zunehmendem Umsatz automatisch immer geringer.

Ach, und da wir ja in der Region Syddanmark leben, gab es den Schriftverkehr zum Arztwechsel in deutscher Sprache. Ist der deutschsprachigen Minderheit im südlichen Dänemark geschuldet. Und gerade lese ich in den Nachrichtem, dass sich die Dänisch-deutsche Grenzregion um Anerkennung als immaterielles Weltkulturerbe bemüht.

Fjernsyn

Aber Im Fjernsyn (Fernsehen) läuft im Hintergrund ein schwedischer (Wallander) Krimi mit dänischen Untertiteln. Das ist zu schwer zu verstehen, also ausschalten.

Eine Telefonbruse ist eine Handdusche.

Frühling an der Ostsee